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Leben alle Kinder auf dieser Welt so wie wir hier? Sicher kennst Du die Antwort. Wir zeigen mit kleinen Geschichten, wie es Kindern bei uns und in anderen Ländern ergehen kann.

 

DEUTSCHLAND

Jens aus Weißwasser lernt an einer Mittelschule und hat meist ganz gute Zensuren. Er ist 12, spielt gern Fußball, mag coole Klamotten, Eishockey und Hip Hop. Am liebsten spielt er am Computer, mit der Playstation oder fährt mit seinen Freunden Fahrrad. Seine Eltern verdienen recht gut. Er findet es ungerecht, dass es viel arme Menschen auf der Welt gibt und hungern müssen.

 

ÄGYPTEN

Kira ist gerade 10 geworden. Sie hat noch einen Bruder, der 1 Jahr älter ist. Beide leben im Süden Ägyptens am Rande der Sahara. Es sind Beduinenkinder. Sie und ihre Familien bleiben nur selten länger als 2-3 Monate am gleichen Ort. Finden die Tiere kein Futter mehr oder sind die Wasserquellen erschöpft, ziehen sie mit ihren Zelten weiter. In der Sahara ist es sehr heiß. Aber das Schlimmste sind die Sandstürme.

 

NIGERIA

Julie und ihr Bruder Tom aus einem kleinen Dorf in Afrika müssen jeden Tag 3 km Fußmarsch zur nächsten Wasserstelle antreten. Das Schulgeld können ihre Eltern nicht aufbringen. Es sind einfache Ziegenhirten und haben so noch Glück, dass sie Milch für ihre Kinder haben. Viele Felder sind durch die sengende Hitze völlig verdörrt, weil es schon Monate nicht mehr geregnet hat. Doch Obst auf dem Markt zu kaufen kann sich die Familie nicht leisten.

 

HAITI

Ted aus Haiti zieht jeden morgen mit seinem Vater aufs Feld des Grundbesitzers. Sie arbeiten hart, damit die Familie wenigstens satt wird. Wenn es dunkel wird, ziehen sie müde und schweigend zu ihrer Blechhütte zurück. Und richtiges Spielzeug kennt er nicht. Man kann sich aber aus alten Konservendosen kleine Spielautos zusammenbauen.

 

SÜDAFRIKA

Eine Siedlung von Wellblech- und Papphütten, ohne Strom und Wasser, in der Nähe von Kapstadt brennt lichterloh. Die Menschen haben nun kein Dach mehr über dem Kopf. Die Bewohner glauben, jemand hat das Feuer gelegt. Es sind Menschen, die aus dem Nachbarland Simbabwe hierher gekommen waren, um Arbeit zu finden. Doch nun steht der kleine 8-jährige David vor den verbrannten Trümmern seiner Hütte, eingehüllt on eine Decke und weiß nicht mehr, wie es mit ihm weitergehen soll.

 

WAS MEINST DU ?

Vielleicht hast auch du jetzt den Eindruck, dass es auf unserer Erde ziemlich ungerecht zugeht. Zugegeben: Alle Kinder und Geschichten sind erfunden - oder doch nicht? Und vielleicht könnt ihr zu Kevin bei den Inuit in Alaska, Maja aus Moskau, sowie Rani aus Bangladesh, einem der ärmsten Länder der Erde, ähnliche Geschichten erfinden? Aber ihr merkt sicher, dass nicht alle Kinder auf dieser Welt so gut leben wie du und ich in Europa. Und wie ihr an Stefanias Beispiel aus Nicaragua seht: Der Einkauf in Weltläden unterstützt Kooperativen und Genossenschaften überall in der Welt, damit es den Menschen, und besonders auch den Kindern ein wenig besser geht.

 

PHILIPPINEN

Schulkinder aus Manila haben keinen Computer, keine CD's oder gar MP3-Player. Viele Familien sind in die USA und Europa ausgewandert, weil es hier kaum Arbeit gibt. Sie würden aber viel lieber zu Hause bleiben. Es gibt in Manila auch viele Kinder, die im Müll der Reichen etwas zu Essen suchen müssen.

 

IRAK

Sinan und seine Geschwister leben in Bagdad. Ihre Eltern sind bei einem amerikanischen Bombenangriff ums Leben gekommen. Schon seit Jahren führen die Amerikaner einen schlimmen Krieg im Land. Jetzt leben sie bei Verwandten, aber glücklich werden sie wohl nie wieder werden. Sinan sorgt für seine kleinen Geschwister so gut er kann.

 

NICARAGUA

Domenicas Eltern arbeiten in einer Kooperative von Kaffeebauern in Nicaragua. Sie freut sich, dass es im Dorf nun eine Gesundheitsstation und eine kleine Dorfschule gibt. Außerdem wurde ihr Haus an die Wasserleitung angeschlossen. Das Projekt wird von der GEPA aus Deutschland unterstützt. [Die GEPA beliefert Weltläden z.B. mit Kaffee aus dieser Kooperative, einem Zusammenschluss von Bauern.] So hat sie auch Zeit, mit anderen Kindern des Dorfes zu spielen.

 

RUANDA

Dora und ihre 6 Geschwister leben in Ruanda. Ihr Vater kam im Bürgerkrieg ums Leben und die Familie war ständig auf der Flucht. Und Mutter weiß nicht, wie es weitergehen soll, da sie keine Arbeit hat. Sie besitzen nicht einmal Land für etwas Gemüse. Außerdem hat es seit 3 Jahren nicht mehr geregnet.

 

INDIEN

Und Jorgan aus Indien? Seine Eltern mussten ihn vor vier Jahren an einen Knüpfstuhlbesitzer für 500 Rupien verkaufen, um Geld für das Überleben seiner 5 Geschwister zu bekommen. Fern von zu Hause, unter Druck und Schlägen, muss Jorgan Teppiche knüpfen. Er ist gerade 13. Er und andere Kinder knüpfen oft 12 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche. Für jeden Fehler bekommen sie Schulden von 10 Rupien aufgeschlagen.

 

BOLIVIEN

Agripina kommt von Schule nach Hause. Sie lebt mit ihren 4 Geschwistern in einem kleinen Dorf in 4000 Metern Höhe in den Anden Boliviens. Sie ist eine gute Hirtin. Sie hütet nach dem Unterricht Alpakas, wuschelige Tiere, die mit den Lamas verwandt sind. Einmal im Jahr scheren die Hirten ihre Tiere. Aus ihrer Wolle entsteht Kleidung für die Menschen hier im Hochland. Es sind daher sehr kostbare Tiere. Kleidung im Laden kaufen können sich in Bolivien nicht so viele Menschen, da sie zu wenig Geld besitzen.

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