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ERNEUERBARE ENERGIEN |
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Zu den regenerativen Energiequellen zählen u.a. die
Solarenergie, Wasserkraft [inklusive Gezeitenkraft], Windkraft,
Geothermie und Bioenergie aus Biomasse bzw. Energiepflanzen. |
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SONNENENERGIE |
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Energie fast ohne Ende. |
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Die Sonne ist Quelle und dank der
Fotosynthese in den Pflanzen auch Grundlage allen Lebens auf
der Erde. Ihre ungeheure Energie kann sich der Mensch
angesichts allmählich zu Ende gehender fossiler Energieträger zu Nutze machen.
Probleme wie Treibhauseffekt und Umweltverschmutzung fordern
neue, umweltschonende Energiequellen. Dazu zählt die
Fotovoltaik, die Energiegewinnung mittels Solarzellen. |
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Natürlich lässt sich die Sonnenenergie auch dazu nutzen, um aus
ganz normalem Wasser den Energieträger Wasserstoff
herzustellen, der dann wieder zu Wasser verbrannt wird.
Alternativ sind auch die wesentlich effektiveren
Brennstoffzellen eine mögliche zukünftige Hauptenergiequelle. |
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Übrigens kann man per Sonnenkollektor auch Wasser erwärmen und
für Heizzwecke nutzen [Solarthermie]. |
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SOLARZELLE |
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So funktioniert eine Solarzelle ... |
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In der Solarzelle wird Sonnenenergie direkt
in elektrische Energie umgewandelt. Solarzellen sind
Halbleiterfotoelemente und bestehen z.B. aus dünnen Scheiben
von Siliciumkristallen [meist Abfälle der Chip-Produktion],
die gezielt mit Fremdatomen versetzt [dotiert] sind. Boratome
z.B. nutzen zum Binden in das Kristall fremde Elektronen und
sind daher negativ geladen [negativ dotiertes n-Silicium].
Dadurch entstehen positiv geladene Elektronenlöcher, die
wieder von anderen Elektronen gefüllt werden. So gehen die
Löcher auf Wanderschaft [positiv dotiertes p-Silicium].
Monokristalline Solarzellen haben einen Durchmesser von bis zu
10 cm und reichen für den Betrieb eines Taschenrechners. Für
eine nennenswerte Leistung muss man aber viele Solarzellen
leitend verbinden. |
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Durch das Auftreffen von Sonnenstrahlen
[Photonen], lösen sich negativ geladene Elektronen aus der Siliciumschicht. Sie fließen auf eine Seite der Zelle, die
sich negativ auflädt. Auf der anderen Seite überwiegen dadurch
positive Ladungen. Verbindet man beide Seiten, so fließt ein
Strom, der z.B. eine Glühlampe zum Leuchten bringt. |
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Der Wirkungsgrad liegt bei
etwa 18% [etwa halb so viel wie im Öl- oder Kohlekraftwerk;
die Fotosynthese in Pflanzen hat übrigens nur 2% Wirkungsgrad].
Die nutzbare Leistung beträgt bis zu 2,5 kWh je Quadratmeter
pro Jahr [bei uns hier 1 kWh]. Dadurch entstehen die noch
relativ hohen Herstellungskosten für Solarzellen besonders
infolge der enormen Fläche für eine hohe Stromausbeute. |
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Es gibt bereits große Stromerzeugungsanlagen z.B. in der
Wüste oder anderen sonnenreichen Gebieten. |
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Einsatzgebiete der
Fotovoltaik u.a. elektrische Geräte [Solarlampen und -radios,
Uhren, Taschenrechner, etc.], Solarfahrzeuge, Messstationen, Parkscheinautomaten, Solarhäuser
[z.B. Selbstversorgung von Einfamilienhäusern mit
Elektroenergie], Weidezäune, Solarkocher [z.B. in Afrika für
Dörfer ohne Stromanschluss], in der
Weltraumtechnik ... |
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SOLARENERGIE FÜR AFRIKA |
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Nur 5% der Menschheit verfügen über Elektrizität. Doch in Afrika "rieselt" die Sonne pro Quadratkilometer 300 Gigawatt oft ungenutzt herab. Selbst für Europa wäre das eine energetische Zukunft. |
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Der Verein SEWA aus Ettlingen z.B. setzt sich für Solarenergie in Burkina Faso ein. In den letzten 15 Jahren wurden dort 60% des Baumbestandes abgeholzt, das meiste davon um kochen zu können. Ginge es so weiter, wäre das Land in 25 Jahren nur noch Wüste. |
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Andere Folgen des Holzverfeuerns sind:
Kinder gehen nicht zur Schule, da sie Brennholz suchen müssen
1/3 des Einkommens geht für Feuerholz drauf oder man muss 4 Stunden täglich Holz suchen
Lungenerkrankungen, entzündete Augen etc. |
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Dies kann sich schnell ändern durch Solarkocher, Solarlampen ,Solarwasserspeicher, Solarkühlschränke, Solarpumpen, Solar-Akkus usw. |
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NOCH MEHR SONNENENERGIE |
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Weitere Einsatzgebiete der Sonnenenergie z.B. Warmwasserbereitung und Heizungen mittels
Sonnenkollektoren [Wohnhäuser, Schwimmbäder etc.], solare
Trocknungsanlagen ... |
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NACHDENKEN ... |
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Der Anteil der Fotovoltaik an den erneuerbaren Energien
liegt bei etwa 7% im Jahre 2007, während die Wasserkraft allein
77% daran ausmacht. |
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Energetische Zukunft Leider beträgt der
Anteil erneuerbarer
Energien an allen Primärenergien gerade 7% [2007;
Zielmarke bis 2010 etwa 13%]. Das alleine zeigt die Notwendigkeit
schnellstens neue Wege zu finden [siehe Umweltschäden].
Wasserstoff, Brennstoff- und Solarzellen haben dabei sicher
die besten Zukunftschancen. Ergänzung findet dies durch
Wasserkraft, geothermische sowie Aufwindkraftwerke, Windkraft,
Energiegewinnung aus Biomasse [Bioabfällen] und anderes mehr. |
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Sparsame Zukunft Die
beste Idee [und mit allen anderen kombinierbar] ist immer noch
das Einsparen von Energie, egal ob Niedrigenergiehaus
oder Energiesparlampe. |
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NOCH MEHR ENERGIE |
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Windenergie Und
auch Windräder sind bei uns kein seltener Anblick mehr. In
windreichen Gebieten kann durch Windkraftanlagen die
Energieerzeugung abgasfrei ergänzt werden. |
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Wasserkraft Mittels
spezieller Turbinen kann man die Energie fließenden Wassers zur
Stromerzeugung verwenden. Solche Wasserkraftwerke befinden sich
oft an Talsperren. |
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Geothermie In
Ländern mit Vulkanen und heißen Quellen [z.B. Island] macht man
sich die Erdwärme oder heißes Wasser von Geysiren zur Erzeugung
von Elektroenergie sowie zum Heizen nutzbar. In unseren Breiten
bekannter sind aber bereits häufig realisierte sowie bezahlbare
Methoden, um die normale Erdwärme zu nutzen, z.B. für
Einfamilienhäuser. |
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KRAFTFAHRZEUGANTRIEB |
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Welches der Antrieb von Kraftfahrzeugen angesichts abnehmender
Ölvorräte und nichtmöglicher Abdeckung per Biosprit in Zukunft
sein wird, ist noch unklar. Ideen gibt es genug ... |
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Elektroauto Bereits
1899 gab es ein Elektroauto, das eine Spitzengeschwindigkeit von
100 km/h erreichte. Über 100 Jahre Technik und immer noch kein
Durchbruch? Wie kann man endlich die Schadstoffbelastung mindern
oder ganz abschaffen und so unsere Umwelt entlasten? Geschlafen
hat man aber dennoch nicht ganz. Neue Antriebskonzepte haben
eben noch zu hohe Anschaffungskosten, ein Netz z.B. von
Wasserstofftankstellen gibt es nicht und die Fahrleistungen sind
nicht ganz so optimal. Jedenfalls gibt es sie schon in Serie,
wenn auch teuer. Autos mit Elektromotoren, die durch
Akkumulatoren betrieben werden, arbeiten völlig abgasfrei. Eine
Akkuladung reicht für ca. 100-200 km. Nachteilig ist allerdings
die meist hohe Ladezeit. |
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Hybridantrieb Der
Hybrid-Antrieb ist ein Kompromiss. In der Stadt wird das
Fahrzeug mittels Elektromotor betrieben. Bei Überlandfahrt lädt
ein Verbrennungsmotor die Batterien auf bzw. betreibt das
Fahrzeug direkt. Bereits in Serie gebaute spezielle Opel Zafira oder der Toyota Prius
[Maximalgeschwindigkeit meist unter 200 km/h] zeigen, dass diese
Technologie nicht mehr in den Kinderschuhen steckt. Der Prius benötigt nur 50% des Kraftstoffs eines normalen
Toyotas, auch Konzerntochter Lexus macht mit. |
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Bioethanol und Biodiesel Brasilien
macht es uns vor, dass Autos auch mit biologisch [meist aus
Zuckerrohr] per Gärung und anschließender Destillation
gewonnenem Bioethanol Fahrzeuge antreiben lassen [z.T. mit 50%
Ethanol betankt, Rest Benzin]. Problematisch ist, wenn nun auch
Europa u.a. Erdteile Bioethanol nutzen wollen, immer mehr
Regenwaldflächen zugunsten von Energiepflanzen abgeholzt werden. Denn der weltweite Bedarf an
Kfz-Treibstoffen könnte niemals aus Pflanzen gedeckt werden.
Ebenso zu hinterfragen ist, wenn Nahrungspflanzen als
Spritquelle benutzt werden, obwohl ganze Erdteile hungern. Zudem
entsteht beim Verbrennen ebenso Kohlenstoffdioxid, das den
Treibhauseffekt noch verstärkt [trotz ausgeglichener Bilanz mit
dem aufgenommenen Kohlendioxid durch die Pflanze]. |
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Wasserstoff Die
beste Umweltbilanz hätte natürlich Wasserstoff, da beim
Verbrennen lediglich Wasserdampf entsteht. Zur Zeit ist dies
noch Bussen oder Oberklasselimousinen vorbehalten. Durch die
Tanks sind die Fahrzeuge noch zu schwer und Tankstellen findet
man noch selten. |
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Biogas Wenn
Biogas aus z.B. landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen und als
Energieträger benutzt wird, ist das sicher zu begrüßen. Würde
man allerdings Bäume nur dafür absägen oder neue
landwirtschaftliche Flächen nur deshalb gewinnen, ist dies aber
zu hinterfragen. |
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BRENNSTOFFZELLEN |
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Eine interessante Idee ... |
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Die Brennstoffzellen-Technologie ist
möglicherweise die Antriebstechnologie für Kraftfahrzeuge mit guten Zukunftsaussichten. Die Vorstellung des ersten Fahrzeugs mit
Brennstoffzelle [Mercedes-Benz] 1991 war eine wichtige Pioniertat.
[Dabei werden Brennstoffzellen in der Raumfahrt bereits schon
seit den 1960er Jahren genutzt.] |
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Daimler-Chrysler entwickelte so mit Brennstoffzellen betriebene New Electrical
Cars [NECAR] sowohl als
Großraumlimousine sowie auch PKW [NECAR4]. Ein NECAR2-Transporter hatte eine
Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h, 150 Brennstoffzellen im Heck sowie
einen großen Wasserstoff-Drucktank im Dachgepäckträger und bietet 6
Personen Platz. PKW mit Brennstoffzellen arbeiten häufig auf Methanolbasis. Das
erspart die schweren und Platz raubenden Drucktanks für Wasserstoff. Für
Busse im innerstädtischen Betrieb gibt es heute schon viele
rollende Beispiele für den Einsatz der Technologie. Ja sogar
Minibrennstoffzellen, mit denen man Radios oder
Lampen betreiben kann, hat man bereits entwickelt. Eine
Kopplung mit Solartechnik ist bereits möglich [jedoch
noch nicht so effektiv]. |
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Die älteste Brennstoffzellenart, die
alkalische Brennstoffzelle AFC, benötigt reinen
Wasserstoff sowie reinen Sauerstoff; als Elektrolyt
dient Kalilauge. Andere Zelltypen arbeiten sogar mit
Luft statt reinem Sauerstoff oder nutzen Methanol als
Wasserstoffquelle. |
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Die Technologie der Brennstoffzelle Das
Prinzip der Brennstoffzelle wurde bereits 1839 vom
Baseler Professor Schoenbein und dem Engländer Grove
entdeckt. Zum Einsatz kam es jedoch erst rund 100 Jahre
später in der Raumfahrttechnik und als Antrieb von
U-Booten.
Es gibt verschiedene Brennstoffzellentypen, das
Funktionsprinzip ist jedoch fast gleich.
Normalerweise findet zwischen Wasserstoff und Sauerstoff
eine Knallgasreaktion statt, die Energie freisetzt.
Durch Membranen wird die heftige Explosion verhindert. Alle Brennstoffzellen bestehen aus zwei porösen Flächen,
den Elektroden [beschichtet mit Katalysator], die durch
eine dritte Fläche, die
Elektrolytmembran, voneinander getrennt sind. An die eine
Elektrode wird ein Brennstoff, hier reiner Wasserstoff,
herangeführt, an die andere Sauerstoff, also Luft. Der
Elektrolyt dient dazu, die elektrochemische Reaktion von
Brennstoff und Luft zu kontrollieren. Die
Wasserstoffmoleküle geben Elektronen ab; dabei wandern
die gebildeten Wasserstoffionen durch die Membran. Diese
ergeben dann zusammen mit Sauerstoffionen [die durch
Elektronenaufnahme aus Sauerstoffmolekülen entstanden]
Wasser. Diese Reaktion
führt, ähnlich wie in einer Batterie, zu einer
Ladungstrennung. Dadurch entsteht eine elektrische
Spannung [Elektronenwanderung] zwischen den Elektroden, die sich über einen
äußeren Stromkreis praktisch nutzen lässt. |
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AUSSICHTEN |
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Leider sind viele Auto- und Energiekonzerne nicht so sehr
an Ersatz von Diesel und Benzin interessiert, da sich ihr
Profit durch neue Entwicklungen oder neue Forschungen
minimieren würde. Und dies leider zu Lasten unserer Erde ... Da
kann man nur sagen: Rote Karte! |
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