eineweltladen.infoEine Welt LadenMagazinWein

Der Gesundheitsbewusste wird diese Webseite vielleicht gleich wegklicken. Eigentlich zu Recht, denn wir alle wissen, welche gesundheitlichen und auch sozialen Folgen Alkoholkonsum haben kann. Dies nun ist keine Seite mit erhobenem Zeigefinger, sondern pure Information für die, die es interessiert. Denn nachgewiesener Maßen kommt es immer auf die Dosis an und das kleine Gläschen Rotwein täglich soll gar gesundheitsförderlich sein.

  • Alles über Wein
  • Das etwas andere Weinrezept

 

WEIN SEITE 1

INTERESSANTES ÜBER WEIN. Was Sie über Weintrauben und Wein wissen sollten.

 

UNSER WEINSORTIMENT

Auch unser Eine Welt Laden hat eine ganze Reihe fruchtiger, leicht trockener Weine im Angebot. Die fair gehandelten Weintrauben reifen z.B. in Kooperativen Südafrikas, Algeriens oder Chiles [und sind bei manchem Weinkenner ein Geheimtipp; hier Beispiele]. Die meisten Weine gelangen per Fass nach Deutschland und werden erst hier in Flaschen abgefüllt.

 

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Unsere speziellen Weinrezepte finden Sie auf der folgenden Seite (Tab 2 drücken) oder öffnen Sie hier.

 

ETHANOLENTSTEHUNG

Und so entsteht Alkohol [Ethanol] ...

GärungAm Anfang steht die alkoholische Gärung. Dies ist ein Naturphänomen und die Geschichte ihrer Nutzung wohl fast so alt, wie die der Menschheit selbst. Und auch heute sind z.B. rituelle Bräuche und Zeremonien unter vielen Naturvölkern ohne vergorene Getränke undenkbar.

Man benötigt kohlenhydrathaltige Früchte [Weintrauben, Äpfel, Heidelbeeren oder auch Getreide und Kartoffeln], Hefepilze und Wasser, und etwas Geduld.

Ein bisschen ChemieBei der alkoholischen Gärung wird Traubenzucker [Glucose] mit Hilfe der Enzyme von Hefepilzen zu Alkohol [Ethanol] und Kohlenstoffdioxid umgesetzt [und dies unter Sauerstoffausschluss, denn sonst würde sich aus Ethanol Weinessig bilden]. In einer einfachen Reaktionsgleichung sieht das so aus ...

 

 

ETHANOLWIRKUNG

So wirkt Alkohol in unserem Körper ...

Wirkung von EthanolAlkohol zerstört im Körper Eiweiße. Deshalb sterben im gut durchbluteten Gehirn Nervenzellen ab, die kaum wieder ersetzt werden. So sind langfristig geistige Schäden unausbleiblich. Dazu kommen Lebererkrankungen und oft erhebliche soziale Folgen [Familienzerrüttung, Kriminalität und Gewalt, Führerscheinentzug und Arbeitslosigkeit, Vernachlässigung der Kinder etc.]. Alkohol ist also eine Droge [und macht bekanntlich somit abhängig].

Der KaterEthanol wird in der Leber abgebaut; über das Zwischenprodukt Acetaldehyd [verursacht den Kater] wird Essigsäure gebildet

Alkohol und GesundheitEin Gläschen Rotwein schadet nicht, wenn man nicht gesundheitlich vorbelastet ist. Im Gegenteil: Das Herz-Kreislauf-System wird angeregt, Arterienverkalkung vorgebeugt und die Verdauung gefördert. Wichtige Mineralien gelangen in den Körper. Auch ein Glas Bier kann förderlich sein [auch wegen der Vitamine darin]; allerdings ist durch die vielen enthaltenen Kohlenhydrate die Energiezufuhr sehr hoch [was zu gesundheitskritischem Übergewicht führen kann]. Wie immer also macht es die Dosis.

Alkohol ist ein NaturproduktAuch Tiere versetzen sich in Alkoholrausch: So gibt es auf Sumatra z.B. den Durianbaum, dessen Früchte rasch vergären und so Alkohol enthalten. Diese Bäume sind Ziele ganzer "Völkerwanderungen" von Affen, Elefanten oder Giraffen.

 

VERWENDUNG

So kann man Ethanol sinnvoll einsetzen ...

Einsatzmöglichkeiten für EthanolGenussmittel, Reinigungsmittel, Kraftstoff, Lösungsmittel für Kosmetika und Arzneimittel, nachwachsender Rohstoff

Man vergesse also nicht ganz, dass die größte Menge an Alkohol nicht getrunken wird, sondern sich in Kosmetika, Reinigungs- und Lösungsmitteln, Arzneien, Kraftstoffen etc. wieder findet oder zu Essig [wichtigstes Konservierungsmittel] u.ä. nützlichen Dingen weiterverarbeitet wird. Zu erneuerbaren Energiequellen finden Sie übrigens hier Beiträge.

Technischer AlkoholFür den Großeinsatz in der Industrie wird Ethanol zum Nachteil unserer Umwelt aber meist aus Ethen [Ethylen-Gas] erzeugt, dass sich aus Erdgas bzw. bei der Erdölverarbeitung erzeugen lässt. Diese Erzeugung ist billiger, der Alkohol wegen Verunreinigungen jedoch völlig ungenießbar.

 

FAIRER HANDEL

Wein und Likör aus fairem HandelAuf unserer Homepage finden Sie übrigens auch Beiträge über die verschiedenen Fairhandelsgesellschaften, die den gerechten Handel u.a. mit Wein z.B. über die Eine Welt Läden ermöglichen und welche Prinzipien für den fairen Handel mit den Kooperativen gelten. In unserem Eine Welt Laden informieren wir Sie gern noch ausführlicher dazu. Auch Weinverkostungen können wir gern organisieren. Fair gehandelte Waren erkennt man am Fairtrade-Siegel. Viele unserer Weinsorten tragen zudem das Bio-Siegel. Schauen Sie doch mal bei uns hinein! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

VON DER TRAUBE ZUM WEIN

So stellt man aus Weintrauben Wein her ...

WeinrebenEin Kletterstrauch mit als Ranken umgebildeten Sprossen, grünen, roten oder dunkelblauen Beerenrispen. Es gibt mehrere Arten [Echter Weinstock: Vitis vinifera]. Weinbeeren sind zuckerhaltig und mit Hefen besetzt [grauer Belag; daher für echte Weine zusätzliche Hefezugabe nicht unbedingt notwendig]. Sie benötigen viel Wärme und Sonne [somit Südhänge oder geschützte Flusstäler].

Nutzung der WeinpflanzeTraubenmost, Rosinen, Wein, Tafelobst; Herstellung von Arzneimitteln

WeinherstellungHelle Trauben werden von Stielen befreit und zerquetscht; diese Maische wird in Silos einige Stunden abgelagert, dann ausgepresst. Es entsteht Most, der Rückstand ist der Trester. Anschließend wird Most geschwefelt [Schwefeldioxidbegasung] und in Fässern vergoren [6-8 Tage], so entsteht Weißwein. Bei Roséwein nimmt man rote Trauben; bei Rotwein vergärt man gleich die Maische und beim Sekt verbleibt das Kohlenstoffdioxid im Gefäß bzw. wird teilweise noch zusätzlich in die Flasche gedrückt. Die Schaumweinherstellung von Champagner oder Prosecco [Italien] unterscheidet sich durch die Traubenherkunft und -sorten von Sekt.

 

WEINE UND SPIRITUOSEN

Einige alkoholische Getränke ...

 

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WeineMan unterscheidet Rot-, Rosé- und Weißwein, je nach Rebsorte Muskateller, Riesling etc. Der Alkoholgehalt liegt bei ca. 9-15% [darüber sterben die Hefen ab], der Zuckergehalt ist unterschiedlich [trockene Weine enthalten wenig Restzucker]. Durch Lagerung in Holzfässern erhält man zusätzliche Geschmacksnuancen.

HochprozentigesDurch Destillation der Gärprodukte gewinnt man z.B. Weingeist, Branntwein [für manche Spirituosen vergärt man auch Zuckerrohr, Kartoffel oder Getreide zu alkoholhaltigen Produkten, die dann destilliert und mehr oder weniger lange gelagert werden].

PortweinEs ist Wein, dem noch zusätzlich Branntwein hinzugesetzt wird, so dass der Alkoholgehalt meist über 20% liegt. Er wird oft viele Jahre z.B. in gebrauchten Whisky-Fässern gelagert. Die Herstellungsart stammt noch aus mittelalterlicher Zeit, da normaler Wein auf den langen Fahrten mit Segelschiffen zu schnell verdarb.

MetDies ist ein spezieller Wein aus Honig.

LikörMit Ethanol gemischte Kräuter- oder Fruchtauszüge.

SakeDas ist Reiswein, eine japanische Spezialität.

Alkohol aus PalmsaftIn Indien, Sri Lanka und anderen südasiatischen Regionen trinkt man oft Palmwein oder einen billigen Branntwein aus Palmsaft [z.B. Todi genannt], was ernsthafte soziale Probleme nach sich zieht.

 

BIOALKOHOL

Bioalkohol erhält man durch Vergären von pflanzlichen Produkten.

Herstellung von BioethanolKartoffelstärke [o.a. Pflanzenmaterial wie Zuckerrohrreste] wird eingemaischt, vergoren und dann destilliert, um ihn technisch weiter zu verarbeiten.

BedeutungBioalkohol setzt man u.a. zur Herstellung von Kosmetika oder für Reinigungsmittel ein [z.B. im Glasreiniger, um eine Streifenbildung zu vermeiden], aber auch zur Gewinnung von Speiseessig.

Bioethanol als TreibstoffIn Skandinavien und Südamerika [besonders in Brasilien aus den Resten der Zuckerrohrverarbeitung, der sog. Melasse] wird Bioalkohol im Gemisch mit Benzin als Treibstoff eingesetzt [der Anteil des Ethanols liegt dabei oft weit über 50%]; der Ausstoß an Kohlendioxid bei nachwachsenden Energieträgern ist genauso hoch, wie die Pflanze beim Wachstum aufgenommen hatte [ausgeglichene ökologische Bilanz]. Ganz auf den Zusatz von Erdöl-Benzin kann man noch nicht verzichten [da besserer Wirkungsgrad und gleichmäßigere Verbrennung].

 

PRO UND CONTRA

In Frage zu stellen ist aber im Zusammenhang mit Bioethanol als Kraftstoff für Fahrzeuge, ob er die Alternative zum Sprit aus der Erdöl ist. Denn immerhin kann sich unsere Erde keine weiteren Treibhausgase mehr leisten [auch trotz ausgeglichener Kohlendioxidbilanz]. Denn auch beim Verbrennen von Bioethanol entsteht Kohlenstoffdioxid, zwar etwas weniger, aber durch den geringeren Wirkungsgrad, verbrauchen die Fahrzeuge mehr Treibstoff für gleiche Leistung. Außerdem werden noch mehr Regenwälder in Südamerika abgeholzt, um das billige Zuckerrohr anzubauen, um den Treibstoff anschließend im reichen Europa zu verbrauchen.

Eine Verwendung von Bioethanol als Lösungs- oder Reinigungsmittel anstelle von Erdölprodukten ist sicher positiver zu beurteilen.

 

TIPPS

Unser Angebot an Weinen und Spirituosen im Eine Welt LadenWir führen ein umfangreiches Weinsortiment aus fairem Handel und oft auch aus biologisch angebauten Weintrauben gewonnen. Die Rot- und Weißweine sind nicht zu süß [also eher trocken] und schmecken dennoch fruchtig-mild. Außerdem bieten wir ihnen auch Honigwein [Met], kubanischen Rum und diverse Liköre mit fair gehandelten Zutaten an [Café-Likör, Schoko-Likör, verschiedene Mangoliköre etc.]. Und hier erfahren Sie mehr.


 

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DIE ETWAS ANDEREN WEINREZEPTE. So kann man selbst Wein herstellen.

 
 

WICHTIGE INFO

Unsere ganz besonderen Weinrezepte erinnern ein wenig an ein Chemielabor, die Ergebnisse sind aber recht lecker. Außerdem hat diese Seite zugegeben mit fairem Handel nicht so viel zu tun. Die entstehenden Weine enthalten Alkohol und sind deshalb für Kinder, Jugendliche und alkoholkranke Menschen ungeeignet.

 

GÄRAPPARATUR

Das brauchen Sie ...

Zunächst benötigen Sie eine Gärapparatur ähnlich der Abbildung links bestehend aus Gärballon, Korken oder Gummistopfen [durchbohrt] und ein Gärröhrchen [Abb. links]. Zudem brauchen Sie Weinhefe und Hefenährsalz. Fragen Sie im Drogeriefachhandel bzw. Reformhaus danach. Dichten Sie den Stopfen am besten mit Knete ab. Für die Weinherstellung ist Sauberkeit von Früchten, Geräten und Händen oberstes Gebot. Alternativ kann Bäckerhefe benutzt werden, aber Achtung: Bei Bäckerhefe-Verwendung können leichte Verdauungsbeschwerden [z.B. Durchfall] auftreten.

 

FRUCHTWEIN

Stellen Sie aus geriebenen Äpfeln oder Möhren [durch Leinentuch quetschen] bzw. anderen Früchten etwa 3 Liter Most her. Auch fertige Obstsäfte [z.B. Heidelbeersaft] sind geeignet. Geben Sie diesen zusammen mit 3,5 l Wasser und bis zu 1,5 kg Zucker [je nach Fruchtsüße kann auch ganz auf Zucker verzichtet werden] in den Gärbehälter. Fügen Sie die Hefekultur "Sherry" [o.a.] sowie 3 g Hefenährsalz hinzu. Die Gärung muss bei 20-25°C ablaufen und ist beendet, wenn keinerlei Gasblasen durch aufsteigendes Kohlendioxid mehr sichtbar sind. Das Ergebnis: Apfelwein, Möhrenwein o.a. Obstweine.

 

BANANENWEIN

Lösen Sie 1,25 kg Zucker in 4 l heißem Wasser und lassen Sie das Zuckerwasser abkühlen. Geben Sie 1 EL Zitronensaft dazu. Schälen und zerdrücken Sie 2 kg Bananen zu einem Brei und fügen Sie diesen in das Zuckerwasser hinzu. Dazu kommen Kitzinger Reinzuchthefe [Sorten Malaga, Portwein, Samos oder Tokajer] und 2 g Hefenährsalz. Zusätzlich kann Antigel [ein Antigeliermittel] zugesetzt werden.

 

MET [HONIGWEIN]

Man löst für einen 3-l-Ansatz 1 kg Honig im Wasserbad [50°C] unter Rühren in 2,5 l Wasser völlig auf und lässt das Gemisch wieder abkühlen [Zimmertemperatur]. Dazu gibt man nun Saft und Fruchtfleisch von 2 Zitronen und 1 Orange, 1 TL Weizenmehl, 1 Messerspitze Kardamom, die Hefekultur [z.B. Haut Sauternes] und 1 Hefenährsalztablette. Ein tägliches Aufwirbeln des Bodensatzes verbessert die Gärung. Ein gemeinsames Vergären von Met mit Obstsäften [bis zur Hälfte der Menge] ist möglich [Geheimtipp: Heidelbeersaft].

 

LÖWENZAHNBLÜTENWEIN

Von 3 Litern Löwenzahnblüten werden für einen 4-l-Ansatz die grünen Kelche entfernt. Man gibt sie zusammen mit 1 geschälten, klein geschnittenen Apfel in 2,5 l Wasser und kocht sie 8 min aus. Nach dem Abkühlen [Zimmertemperatur] gießt man alles durch ein Tuch und fügt Saft und Fruchtfleisch von 1 Zitrone und von 2 Orangen, die Hefekultur "Sherry" sowie 3 g Hefenährsalz hinzu. 1,5 kg Zucker wird in 1 l Wasser gelöst und in 3 Teilen [jeden Tag ein Drittel] in das Gärgefäß gegeben.

 

HOLLERSEKT

1 kg Zucker wird in 10 l Wasser in einem sauberen Wassereimer gelöst. Man gibt 10 große Holunderblütendolden, 3 klein geschnittene Zitronen und 250 ml Weinessig hinzu, deckt das Gefäß mit einem Tuch zu und stellt es warm. Eine Hefezugabe ist nicht notwendig, da Holunderblüten [wie z.B. auch Weintrauben] mit "guten" Hefen besetzt sind. Nach 4-6 Tagen gießt man den angegorenen Ansatz durch ein Tuch und erhält ein erfrischendes alkoholarmes Getränk. In geeigneten Sektflaschen mit verdrahtetem Korken ist es auch längere Zeit lagerbar.

 

HAGEBUTTENWEIN

Für 5 Liter Wein ca. 1,5 kg Hagebutten gründlich waschen, Stiele und Blütenreste entfernen. 1,65 kg Zucker in 4 l Wasser lösen und die grob zerquetschten Früchte, sowie 1 EL Zitronensaft. Diese Maische bleibt 24 Stunden an einem warmen Ort stehen, wird durch ein Tuch gepresst und dann zur Gärung gebracht [3 g Hefenährsäure, 3 g Hefenährsalz und die Hefekultur "Sherry" hinzu setzen].

 

TIPPS

Geräte, Hefen und Nährsalze erhalten Sie z.B. in Reformhäusern oder im Internet.

 

QUELLEN

Für dieses Thema nutzten wir auch folgende Quellen ...

www.gepa.de

Produktinformationen der GEPA Wuppertal [Flyer, Broschüren]

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