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DAS THEMA

Um unser Klima positiv zu beeinflussen, sollten Kunststoffe auf Erdölbasis [das ja auch begrenzt ist] endlich durch Alternativen abgelöst werden. Diese Seite zeigt warum ...

 

WIR MENSCHEN

Die blaue [oder weiße, gelbe, grüne oder rosafarbene] da links kennen Sie? Sie nutzen sie immer, wenn Sie Obst, Gemüse, Fleisch oder Backwaren kaufen? Wissen Sie eigentlich, dass dadurch unsere Umwelt global sehr zu leiden hat? Nein? Dann lesen Sie mal hier weiter ...

 

DIE PLASTIKTÜTE

Eine Erfolgsgeschichte??

Seit 1960 gibt es Plastiktüten. Sie sind leicht, reißfest, wasserdicht und das finden alle gut. So weit, so gut. Und es mag sicher wirklich Einsatzgebiete geben, wo sie derzeit unersetzlich sind. Doch oft ist das anders.

Damit jeder immer schöne, neue Plastiktüten hat, werden weltweit jährlich 600 Milliarden Plastiktüten produziert.

Wenn man sich in den Verkaufsregalen umschaut, findet man kaum etwas, was nicht in Plastiktüten, -behältern oder -folien verpackt ist.

Und da die meisten einfach weggeworfen werden, gibt es auf unserer Erde immer mehr Plastikmüll.

 

FAKTEN UND ZAHLEN

So viel steckt drin ...

Erdöl Eine Plastiktüte wiegt etwa 30 Gramm. Um eine Tüte herzustellen, benötigt man 80 Milliliter Erdöl. [Das sind also etwa 48 Milliarden Liter Erdöl für alle 600 Milliarden Tüten auf der Welt im Jahr.]

Verbrauch bei uns Pro Kopf werden in Deutschland fast 65 Plastiktüten im Jahr im Durchschnitt verbraucht. Dies erfordert 5,2 Liter Erdöl.

Verbrauch anderswo In Australien sind es sogar 160 Tüten [ 13,7 L Erdöl], in Großbritannien 290 [ 23,2 L Erdöl] und in den USA 300 Tüten [ 24 L Erdöl] pro Mensch und Jahr.

Weltproduktion Damit es so viele Tüten geben kann, werden 50.000 Tonnen Kunststoff zu 600 Milliarden Tüten verarbeitet. So viel Kunststoff nur für Tüten! Nicht zu vergessen, dass man bei der Produktion auch noch Strom, Wasser, Farben u.a. braucht. Jährlich werden insgesamt auf der Welt 240 Millionen Tonnen Kunststoffe produziert.

Außerdem → Man vergesse nicht, dass man neben Erdöl u.a. auch noch Energie, Wasser, Chemiefarbstoffe, Weichmacher und Lösungsmittel benötigt, um Plastiktüten herzustellen.

 

DIE RESULTATE

Was dabei heraus kommt ...

Erdöl Bei der Herstellung von einer Plastiktüte kommen auch noch 92 Gramm Kohlenstoffdioxid CO2 aus dem Fabrikschornstein.

Deutsche Produktion In Deutschland erblicken jährlich 5,3 Milliarden Tüten das Licht der Welt. Dabei werden 478.000 Tonnen CO2emittiert, die zum Treibhauseffekt beitragen.

Nutzungsdauer Und eine Tüte wird im Durchschnitt in Deutschland gerade einmal 30 Minuten benutzt [und dann weggeworfen].

Überall Müll Dieser Kunststoffmüll landet dann in Wäldern, Flüssen und auch im Meer.

 

DIE KATASTROPHE

Die Zeit vergeht ...

Viele Generationen lang Damit sich eine weggeworfene Plastiktüte zersetzt hat, müssen 500 Jahre vergehen.

Gefahr im Verzug ...

Giftstoffe Zudem geben viele Kunststoffe in den Verpackungen Gifte an den Inhalt ab. So gelangen Gifte in unseren Körper. Typischer Fall ist Kunststoffspielzeug mit Weichmachern in den Händen oder Mündern kleiner Kinder.

 

MEHR

Informationen über Treibhauseffekt und Klimawandel finden Sie auf unserer Seite Klima.

 

QUELLEN

Für dieses Thema und diese Webseite nutzten wir auch ...

Internetangebote → wikipedia.de
Informationsmaterial → "enorm" [Magazin für nachhaltiges Wirtschaften], Social Publishing Verlag Hamburg [mehr]
Weitere Quellen → Texte von Barbara Opitz, Initiative Eine Welt Für Alle e.V. Weißwasser [mehr]

 

MÜLL UND MEERE

Müll im Meer bedroht auch unsere Existenz ...

Plastikmüll im Meer Pro Jahr landen von dem ganzen Plastikmüll auf der Erde ca. 6,4 Millionen Tonnen im Meer. So haben sich u.a. auch 5 große Müllstrudel gebildet. Die größte Müllinsel im Nordpazifik ist so groß wie Mitteleuropa und es schwimmen darin ca. 100.000 Tonnen Plastik. Häufig sind es kleinste Partikel [Pellets].

Plastikmüll am Strand Viele Strände der Erde haben schon 10% Plastikpellets im Sand, die man nie wieder heraus bekommt.

Die Meerestiere Das ist für Seevögel, Seelöwen, Fische und Wale eine Katastrophe. Die Tiere verwechseln die Kunststoffteile mit Beute und fressen den Müll oder geben ihn den Jungen zu fressen. Sie habe das Gefühl, dass der Magen voll sei. Doch in Wirklichkeit kann der Körper davon nichts verwerten. Sie werden immer schwächer und sterben daran jämmerlich.

Im Magen eines Eissturmvogels findet man oft um die 300 mg Plastikmüll. [Rechnet man das auf die menschliche Größe um, hätte man eine ganze Brotdose Plastik im Magen.]

Gefangen Andere wiederum verfangen sich in Kunststoffteilen oder Chemiefasern und gehen so gefangen zu Grunde. Allein vor Australien sterben so jährlich 100.000 Meerestiere.

Fisch"futter" Fressen Fische die Kunststoffteile, so gelangen auch gifte Stoffe [z.B. Weichmacher] ins Fleisch. Essen wir den Fisch, kommen die Plastikgifte in unseren Körper und können gesundheitliche Schäden verursachen.

 

ANDERE LÄNDER

Manche Länder sind schon weiter ...

Contra Kunststoffmüll Weil immer neue Plastiktüten immer mehr Erdöl brauchen, Energie verschwenden, vielen Tieren den Tod bringen und auch Menschen krank machen ...

 
  • dürfen in China solche Tüten nicht mehr produziert werden
  • müssen Geschäfte in Mexiko 9000 € Strafe zahlen, wenn sie Kunden Tüten umsonst mitgeben
  • kommen Menschen in Indien bis zu 5 Jahre ins Gefängnis, wenn sie mit Plastiktüten handeln
  • müssen in Deutschland Schiffe, die Müll ins Meer kippen, 50.000 € Strafe bezahlen [natürlich nur, wenn sie erwischt werden]
  • u.a.

Wir denken → Man sollte auf der Welt gar keine Plastiktüten aus Erdöl mehr herstellen. Entweder man nimmt biologisch abbaubare Materialien oder verzichtet auf die Tüten.

 

ALTERNATIVEN

Statt Plastiktüten nutzt man am besser ...

 
  • Taschen aus Stoff oder Leder [denn die kann man in der Regel ewig benutzen]
  • Stoffbeutel aus Naturmaterialien [z.B. Jute, Leinen], denn das Material ist lange haltbar und lässt sich notfalls recyceln oder kompostieren
  • Tüten aus Recyclingpapier
  • wiederverwendbares Verpackungsmaterial aus Altpapier oder Altpappe
  • kompostierbares Verpackungsmaterial aus Maisstärke
  • abbaubare Folien aus Reis- oder Maisstärke
  • Papier aus schnell nachwachsenden Pflanzen [z.B. Bananenblättern] statt aus Holz
  • ... und manchmal ist eine Verpackung sowieso überflüssig

Im Weltladen → Bei uns im Eine Welt Laden erhalten Sie natürlich keine Plastiktragetaschen. Wir benutzen Tragetaschen aus Recyclingpapier, die wir aber auch nur auf Kundenwunsch herausgeben [die meisten wollen sowieso keine Tragetasche]. Ansonsten verwenden wir für Einpackzwecke alte Kartons, gebrauchte Verpackungsmaterialien wie alte Wellpappe [also stets Mehrfachnutzung des Verpackungsmaterials aus Warenlieferungen] oder eben einfach Zeitungspapier. Plastiktüten gibt es bei uns nur, wo es sich nicht vermeiden lässt, z.B. als Konfekt- oder Gebäcktüte.

 

MEHRWEG IST IN

Kunststoffe lassen sich auch in vielen Bereichen ersetzen, beispielsweise durch Mehrwegmaterialien, oder wenigstens mehrfach [recycelt] verwenden ...

Getränkeflaschen → Einwegflaschen sind trotz Pfand bedenklich, da sie noch immer oft weggeworfen werden. Zudem erfordern auch sie Erdöl und liefern bei der Herstellung CO2. Von daher sind Mehrwegflaschen aus Glas die bessere Alternative für Umwelt und Klima.

Auch wenn Glas bei der Herstellung und beim Recycling etwas mehr Energie benötigt, ist dieses Material wesentlich besser aus ökologischer Sicht, da der Einsatz von Erdöl oder Kohle entfallen kann [wenn man mal von der Erzeugung der nötigen Wärme absieht].

Ein- und Mehrwegflaschen aus Kunststoff stehen im Verdacht, mit der Zeit bestimmte Stoffe an den Flascheninhalt abzugeben. Irgendwie schmeckt man das ja auch, dass manche Getränke nach langer Lagerung nach Plaste schmecken.

Joghurt und Milch → Das Mehrwegprinzip gilt nicht nur für Getränke, sondern beispielsweise auch für Milchprodukte wie Joghurt oder Quark. Und auch Milchflaschen aus Glas als Alternative zum Tetrapack sind mehrfach benutzbar.

Haushaltsmittel → Ja selbst für Flaschen von Kosmetika oder Reinigungsmitteln lassen sich Mehrwegmaterialien wie Glas einsetzen.

Machen Sie mit → Sie entscheiden beim Einkauf, ob unsere Umwelt geschont wird oder nicht. Und man sollte auch grundsätzlich überlegen, wo man selbst Kunststoffe einsparen oder ersetzen kann.

 

WIEDERVERWERTUNG

Und weiter denken ...

Recycling Und wenn der Kunststoff nun schon einmal da ist: Man kann ihn recyceln und Blumentöpfe, Mülltonnen oder Dachrinnen daraus machen.

Gelbe Tonne Daher gehören Kunststoffe in die Wertstofftonne [oder -sack] und nicht in den Restmüll.

 
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Plastiktragetaschen sind ein riesiges Problem für unsere Umwelt, da es etwa 500 Jahre bis zu ihrem Abbau dauert. Alternativen gibt es genug.