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Immer mehr Kleinbauern in Südamerika, Asien oder Afrika schließen sich zu Kooperativen zusammen. So haben sie bessere Möglichkeiten, Maschinen zu kaufen und gemeinsam verschiedene Produkte zu erzeugen. Und noch mehr springt für die Gemeinschaft heraus, wenn durch fairen Handel Entwicklungsprojekte gefördert werden.

 

FAIR IST BESSER

Auf dieser einige Beispiele, wie sich das Leben der Menschen in den Dörfern durch den fairen Handel verändern kann.

 

FAIRER TEEHANDEL

BIOTEE AUS SRI LANKADie Idulgashena Plantage in der Uva-Region im Hochland Sri Lankas ist sozusagen die Mutter allen Biotees, der seit 1987 dort produziert wird. Gleichzeitig ist die Plantage ebenso Modell einer vorbildlichen sozialen Entwicklung begünstigt durch ökologische Anbaumethoden sowie die Mehrpreise aus fairem Handel [besonders mit der GEPA]. Und das wurde in den vergangenen Jahren dort erreicht:

6 Kinderkrippen, 2 Vorschulen, 1 soziales Entwicklungszentrum, 1 Krankenstation, eine Leihbücherei, eine Bank, ein Gemeinschaftszentrum

umfassende Gesundheitsdienste sowie 300 Toiletten auf Plantagen

Fortbildungsmöglichkeiten; Ausbildungsprogramme für Jugendliche

Renovierung sowie bessere Ausstattung zweier weiterführender Schulen

groß angelegtes Hausbauprogramm mit je 2 Zimmern, Küche und Bad (d.h. Teearbeiter/-innen wurden erstmalig in Ceylons Geschichte Haus- und Grundstückseigentümer)

kulturelle und sportliche Aktivitäten zur Überwindung religiöser Unterschiede; Dorfentwicklungsprojekte; Investitionen in die Infrastruktur; neue Dorfläden

gerechter Lohn

handgeflochtene Teekörbchen aus Palmblättern und Gräsern als zusätzliche Einnahmequelle für die Frauen

 

FAIRER KAKAOHANDEL

BOLIVIENEl Ceibo ist ein Urwaldbaum mit legendärer Langlebigkeit. So heißt auch eine Organisation in Bolivien, in der etwa 700 Mitglieder in 36 Produzentengruppen zusammen geschlossen sind. Schon früh erkannte El Ceibo, dass Ökonomie, soziale Entwicklung und Ökologie zusammen passen. Da viele Mitglieder aus Geldmangel ohnehin Schwierigkeiten hatten, teure chemische Mittel zu kaufen, lag die Umstellung auf Bioanbau nahe. El Ceibo hat eine eigene Fabrik zur Verarbeitung von Kakao und konnte mit Hilfe verschiedener Importorganisationen des fairen Handels die Qualität entscheidend verbessern. El Ceibo ist Partner der GEPA, von EL PUENTE und DWP. El Ceibo Kakao wird auch für die Herastellung von Schokolade der GEPA verwendet, die u.a. mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet ist.

Mehr über Kakao erfahren sie hier.

 

FAIRE FRÜCHTE

PHILIPPINENDie Organisation PREDA wurde 1974 gegründet. Sie ist aktiv im fairen Handel und nimmt wichtige soziale und politische Aufgaben wahr. Preda steht für People's Recovery Empowerment and Development Foundation Inc. Preda kämpf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern, der auf den Philippinen durch US-Soldaten und Touristen schlimme Ausmaße angenommen hat. Im fairen Handel sieht Preda eine Chance, menschenwürdige Arbeitsplätze und Einkommen für die Familien zu schaffen. Preda prduziert u.a. Trockenfrüchte, Fruchtsäfte, Korbwaren und Schmuck.

Mehr über Früchte erfahren sie hier.

 

NOCH MEHR

Informieren Sie sich auf Extraseiten genauer über die Prinzipien fairen Handels sowie über einige Fairhandelsorganisationen in Deutschland.

Auf der Seite Downloads finden Sie diese Merkmale des gerechten Welthandels auch als Dokumente im Format DOC sowie PDF zum Herunterladen.

 

QUELLEN

Für dieses Thema nutzten wir auch folgende Quellen ...

www.fairtrade.de

www.gepa.de

Produktinformationen der Fairhandelsorganisationen GEPA Wuppertal, Weltpartner Ravensburg und El Puente Nordstemmen [ verschiedene Flyer, Broschüren der letzten Jahre]

 

FAIRER KAFFEEHANDEL

BOLIVIENDie 1977 gegründete Kooperative Alto Sajama [Cooperativa Agropecuaria y Comercialización Alto Sajama] befindet sich in einer für Kaffeeanbau sehr gut geeigneten Region. Denn die Provinz Caranavi ist Teil des subtropischen Osthangs der Anden, der Yungas genannt wird. Die Mitglieder der Kooperative sind allerdings aus dem dicht besiedelten Andenhochland, dem Altiplano eingewandert. Seit 1994 bauen sie im Yungas auf einer Höhe von etwa 1.500 Metern Biokaffee an. Denn der Schutz der Umwelt, eine nachhaltige Bodennutzung und somit die Bewahrung des Ökosystems  sind für die Kooperative Alto Sajama von großer Bedeutung. Deshalb werden alle Mitglieder zum Beispiel darin ausgebildet, wie die Böden durch die Pflanzung von Sträuchern als Windbrecher und durch Bodendecker geschützt werden können. Dabei wird die Kooperative von einem einheimischen Institut beraten und ist Mitglied der Vereinigung der Bioproduzenten Boliviens, der Organisation AOPEB.

HONDURASEin Kaffeebauer hat das Wort: "In unserer Genossenschaft haben sich 155 Familien zusammen geschlossen. Seit 4 Jahren können wir gut ein Viertel unserer Ernte über den fairen Handel vermarkten. Vor allem als die Börsenpreise ganz unten waren, hat das unser Überleben gesichert. Inzwischen können wir unseren Mitgliedern auch Fortbildungen sowie landwirtschaftliche Beratung beim Anbau auch anderer Produkte anbieten. Als nächstes planen wir ein kleines Warenhaus, in dem die Bauern Werkzeuge, Saatgut sowie Dinge des täglichen Bedarfs günstig einkaufen können." José Santos Martinez, Coop. Nuevo Eden de San Juan.

KOLUMBIENKaffeebäuerin Maria de los Angeles von ASOPECAM erzählt: "Ich baue mit meinem Mann ein wenig Kaffee an. Wir ernten alles selbst, Geld für Erntehelfer haben wir nicht. Unser Kaffee ist von bester Qualität, da er handverlesen ist und in der Sonne trocknet. Trotzdem haben wir nicht viel Geld dafür bekommen. Dann habe ich von der Genossenschaft gehört, die den Kaffeebauern hilft, bessere Preise zu erhalten. Anfangs gefiel es meinem Mann gar nicht, dass ich zu den Versammlungen gegangen bi. Ich bin trotzdem gegangen. Dort haben sie mir von den Chancen des Bioanbaus erzählt. Ich habe jetzt die ersten Setzlinge gezogen und kann sie in diesem Herbst auspflanzen. Der Ökoanbau verursacht in meiner Familie viel Streit, weil die Männer der Meinung sind, dass das Feld dreckig aussieht und es auch nichts bringt. Aber in 3 Jahren werde ich Dank des fairen Handels damit gutes Geld verdienen."

MEXIKODer Kleinbauernvereinigung UCIRI in Südmexiko ist eine Vereinigung von Indiogemeinden seit Anfang der 80er Jahre. Sie war Pionier im ökologischen Kaffeeanbau (heute bezieht die GEPA Kaffee von insgesamt 8 Kooperativen Mexikos). Mit dem kooperativen Zusammenschluss sollte die Abhängigkeit überwunden werden. Solidarität, Geduld und fairer Handel machten die UCIRI zu dem, was sie heute ist. Ihr Einflussgebiet umfasst 53 Gemeinden mit 2.300 Mitgliedern. Und das wurde durch Mehrerlöse aus fairem Handel z.B. möglich ...

gemeinsame Organisation der Verarbeitung und des Kaffeeexports für alle Mitglieder

Förderung von sozialen sowie von Bildungseinrichtungen (z.B. einer Landwirtschaftsschule und Kindertagesstätten)

Vorauszahlung (ca. 10%) an den Kaffeebauern bereits vor der Ernte (insgesamt erhalten die Bauern etwa 2,90 € je Kilogramm und Sorte Rohkaffee von der Genossenschaft statt 1,60 € mit Zwischenhändler bzw. statt 30 Cents bei konventionellem Handel)

Beratung und Hilfe für die Bauern (z.B. Vermeidung und Bekämpfung von Kaffeekrankheiten, Umstellung auf Bioanbau), Züchtung in eigenem Laboratorium

zusätzliche Produktion von Mais, Bohnen und Gemüse für den Eigenbedarf

Mehr über Kaffee erfahren sie hier.

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