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Tee ist ein Jahrtausende alter Genuss, der
seinen Ursprung in China hat und heute in vielen Sorten und mit unterschiedlichsten Zeremonien genossen wird.
Mehr über Schwarztee und Grüntee finden Sie auf sechs Seiten für Sie zusammen gestellt ... |
- Teepflanze
- Teefabrik
- Teelexikon
- Geschichten
- Teewelten
- Tipps
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TEE SEITE 1 |
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Erfahren Sie Wissenswertes über die Teepflanze, Teeanbau, Anbaugebiete, Inhaltsstoffe sowie Historisches. |
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DIE TEEPFLANZE |
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Ein botanisches Kurzportrait ... |
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Teebaum Höhe ohne Rückschnitt:
bis zu 15 m; Alter bis
zu 70 Jahre; nach ca. 5 Jahren entwickelt sich
aus Jungpflanze ein Teestrauch [regelmäßiger Schnitt
nötig] |
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Dauerkultur an Hochlandhängen, sehr wasser- und
nährstoffbedürftig [oft Monokulturen] |
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Pflanze kleine Blüten [weiß bis rosa] und hartschalige
kleine Früchte |
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Vermehrung durch Samen möglich [heute weniger
gebräuchlich, sondern meist ungeschlechtlich durch Stecklinge] |
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Wurzeln tiefe Pfahlwurzeln
schützen vor Bodenerosion und stabilisieren Hänge |
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Klima, Boden feuchtes, mäßig-warmes bis tropisches Klima; sehr anspruchsvoll bezüglich Nährstoffangebot |
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TEESORTEN |
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Die wichtigsten Teearten ... |
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Der Teebaum Camellia sinensis, ein
Kameliengewächs, hat verschiedene Unterarten [Varietäten; var.]. Hier
die wichtigsten ... |
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chinesischer Tee |
Assamtee |
Camellia
sinensis var. sinensis |
Camellia
sinensis var. assamica |
highgrown [bis
3000 m Höhe] |
lowgrown [tiefere
Lagen] |
kleine, dicke,
dunkelgrüne Blätter |
15 cm lange, 10 cm
breite Blätter |
frostbeständig,
gemäßigtes Klima |
Tropengewächs,
Wärme liebend |
Vermehrung durch
Samen [früher] |
Vermehrung durch
Samen [früher] |
ohne Rückschnitt
3-4 m hoch |
ohne Rückschnitt
bis 15 m hoch |
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Von Bedeutung ist weiterhin Camellia sinensis
var. japonica [japanischer Tee]. |
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als Gattungsname sind manchmal auch "Camelia"
oder "Thea" gebräuchlich |
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Züchtung durch vielfache Kreuzung der
Urteepflanzen von chinesischem und Assamtee [Assamhybride]
als Grundlage fast aller Teekulturen, um feineres Aroma zu erhalten
und Widerstandsfähigkeit zur bewirken [Nachteile durch vegetative
Vermehrung möglich] |
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ENTWICKLUNG |
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So werden Teepflanzen angebaut... |
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zuerst Aussaat dann Stecklinge nach 2 Jahren auf die Plantage verpflanzt |
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Rückschnitt etwa alle 4-6 Jahre |
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Nachteile durch Monokulturen sowie
genidentische Hybridsorten [Krankheiten, Schädlinge etc.] |
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Teeanbaumethoden ... |
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konventioneller Anbau |
ökologischer Anbau |
Monokulturen auf
großen Plantagen, oft Assamhybride |
kleine verstreute
Anbauflächen mit Mischkulturen |
großbäuerliche
Produktion |
kleinbäuerliche
Bewirtschaftung |
zuweilen maschinelle
Bearbeitung |
stets Ernte per Hand |
massenhafter Einsatz von Pestiziden und Chemiedüngern nötig |
keine Kunstdünger und Pestizide erlaubt |
Verarbeitungshilfs- und
Konservierungs-chemikalien erlaubt |
Verarbeitungshilfs- und
Konservierungs-chemikalien verboten |
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TEETIPPS |
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Gesunder Tee ... |
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Erfahrene Mütter geben selbst Säuglingen bei
Magen-Darm-Verstimmungen etwas Schwarztee wegen seiner
antibakteriellen Wirkung zu trinken. |
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"Ölige Schlieren" auf dem Tee zeugen von recht
hartem Wasser [je weicher, umso besser das Teearoma]. |
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Milch hebt die positive entspannende Wirkung
auf Arterien und den erhöhten Blutdurchfluss fast wieder auf [daher
Tee nicht mit Milch trinken]. |
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Katechin im Tee wirkt krebsvorbeugend; Antioxidantien binden freie Radikale im Körper |
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ALLES ÜBER TEE |
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Egal ob Schwarztee, Grüntee oder Oolong: Am
Anfang steht immer die Teepflanze Camellia sinensis. Davon
pflückt man meist per Hand die Blattknospe sowie die ersten beiden
Blätter [two leaves and the bud],
um daraus einen Spitzen-Tee herzustellen. |
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TEEANBAUGEBIETE |
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Wo der Tee wächst ... |
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Einige Teeanbaugebiete Indien Darjeeling
[Südhänge
des Himalaya] und Assam (Hochebenen am Bramaputra);
Sri Lanka [Ceylon]; Nepal [Teegärten im Himalaya]; China; Japan; Kenia; Tanzania;
Indonesien; Vietnam; Brasilien; Argentinien u.a. |
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Größte Anbauländer Indien
29,3 %, China 23,2 % [nur 1/3 exportiert, Rest
Eigenbedarf], Sri Lanka 7,4 % der Weltproduktion |
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Ökologischer Anbau keine
Insektizide, Pestizide oder Kunstdünger; keine
Monokulturen [viele Tees im Eine Welt Laden tragen das BIO-Siegel] |
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TEELÄNDER |
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Besonderheiten einiger Teeanbaugebiete ... |
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Japan berühmt
für teure und exklusive Grüntees und die Teezeremonie |
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China Hauptanbaugebiete
nördlich und südlich des Jangtse-Flusses sowie in Süd-
und Südwestchina; u.a. ebenfalls exklusive Grüntees,
die etwas billiger sind, sowie köstliche Schwarztees |
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Nepal kleine
Teegärten an den Hängen des Himalaya mit sehr
hochwertigen Tees [keine Großplantagen] |
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Indien, Darjeeling hochwertigster,
aromatischer Schwarztee von den Hängen des Himalaya
bis in 3000 m Höhe |
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first flush erste
Pflückung im Frühjahr, besonders aromatisch mit
grünlicher Tasse
second flush zweite
Pflückung mit kräftiger Tasse und bester Haltbarkeit
autumnal Herbstpflückung
mit sehr feiner Tasse |
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Indien, Assam größtes
Teeanbaugebiet der Welt in Nordindien zwischen Tibet
und Burma zu beiden Seiten des Brahmaputra-Flusses;
Tee ist vollmundig, malzig, kräftig und
Hauptbestandteil der so genannten Ostfriesischen
Mischung |
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Sri Lanka Ceylon-Tee
aus dem Hochland [z.B. Nuwara Eliya]; herbe,
aromatische Tees mit goldener Tasse; Spitzenqualitäten
erntet man im Sommer und Winter |
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Afrika ergiebige,
kräftige Tees, die meist für Teebeutel benutzt werden
[im Weltladen auch loser Tee z.B. aus Tanzania erhältlich] |
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INHALTSSTOFFE |
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Das steckt in Tee drin ... |
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Schwarz- und Grünteegenuss kann [je nach Menge]
durchaus gesundheitsförderlich sein ... |
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Coffein [auch Tein, Thein] 1,4 bis 4 % anregend und
belebend durch stärkere Hirndurchblutung; erhöht Konzentration
und Leistungsfähigkeit [zu große Mengen Coffein sind aber
nicht so günstig]; regt die Magensaftproduktion an |
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Gerbstoffe [Polyphenole] 12 bis 17% antibakteriell;
lindern Magen- und Darmbeschwerden; je länger der Tee zieht, umso mehr Gerbstoffe werden frei und
somit beruhigender; Anregung der Verdauung; senken
Herzinfarktrisiko, Blutdruck und Cholesterinspiegel |
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ätherische Öle ca. 400
verschiedene Duft- und
Aromastoffe |
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Mineralien z.B. Fluor [gut für die Zähne], Mangan sowie Kalium [ersetzt so
Mineralstoffverlust nach Sport oder schwerer Arbeit] |
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Vitamin B wichtig u.a. für
Haut und Augen |
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Tee ist somit ...
kalorienfrei
reduziert Karies
zerstört
Bakterien und Viren
blutdrucksenkend
[kräftigt Blutgefäße] |
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GESCHICHTLICHES |
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Historisches über Tee... |
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Bereits vor 5000 Jahren wird der Teebaum in
China beschrieben [meist Grüntee; 2700 v.Chr.]. Erst 500 n.Chr. bringen ihn Mönche nach Japan. |
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Etwa 1600 gelangt schwarzer Tee durch die
berühmte holländische Ostindien Compagnie nach Europa. Danach gründeten die Engländer ihre eigene
British East India Company und hatten so viele Jahre das Teemonopol. |
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In die traditionellen Teeländer Indien und
Ceylon [heute Sri Lanka] kam der Tee erst später ... |
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Indien 1836
wurden Teepflanzen ins damalige Bengalen geschmuggelt und 4 Jahre
später der erste Tee geerntet |
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Sri Lanka nach Vernichtung der Kaffeeplantagen durch den Kaffeerost [schädlicher Pilz] stellten die Briten 1876 die Insel auf Teeanbau um |
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TEE SEITE 2 |
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Alles zur Verarbeitung und Herstellung von Grüntee, Schwarztee und Oolong. Außerdem einiges zum Teehandel. |
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TEEARTEN |
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Alles aus einer Pflanze ... |
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Teeart |
Informationen |
Schwarztee |
Schwarztee ist fermentierter Tee und wird mit kochendem Wasser
aufgegossen. Er muss dann 3 min [anregend] bis 5 min
[beruhigend] ziehen. |
Grüntee |
Grüner Tee ist unfermentierter Tee. Durch Behandlung mit heißem
Wasserdampf werden die für die Fermentierung zuständigen
Enzyme zerstört. So bleibt die grüne Blattfarbe erhalten [und
mehr Gerbstoffe bleiben im Blatt]. Man gießt in nicht mit
kochendem, sondern mit 80°C heißem Wasser auf. |
Oolong |
Das ist halbfermentierter Tee. Durch Rösten wird hier das
Fermentieren vorzeitig beendet. Er liegt geschmacklich
zwischen grünen und schwarzem Tee. |
CTC-Verfahren |
Crushin-Tearing-Curling [Zermahlen-Zerreißen-Rollen]. Dies ist
ein verkürztes industrielles Verfahren zur Produktion von Tee
für Teebeutel. Anwelken, Schneiden und Rollen erfolgt in einem
Arbeitsgang. Danach beginnt die Fermentierung. |
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TEEPRODUKTION |
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Alles noch einmal im Überblick ... |
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TEEPFLÜCKEN UND HANDEL |
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Über Teepflückerinnen, Teefabriken und Teehandel ... |
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Pflücklohn für 4 kg Teeblätter
[ergeben 1 kg Tee]: ca. 30 Eurocents |
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Pflückleistung 16-24
kg Teeblätter je Tag und Pflückerin [1 kg Fertigtee
enthält etwa 80.000 Blattknospen, d.h. 80.000-mal
pflücken für ein Kilo Tee] |
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Verarbeitung je Kilogramm kostet
ca. 1,65 € [man bezahlt aber im Laden etwa 20 € je kg;
den Rest teilen sich Konzerne und Zwischenhändler] |
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DIE TEEFABRIK |
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Hier erfahren Sie, wie aus den grünen
Teeblättern Schwarztee, Grüntee oder Oolong werden und wodurch sich
diese Teesorten unterscheiden. |
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TEEHERSTELLUNG |
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Und so entsteht aus grünen Blättern Tee ... |
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Pflücken Alle 6-8 Tage werden meist aufwändig per
Hand die beiden oberen
Blättchen und die Knospe [two leaves and the bud] gepflückt.
Jährlich gibt es 15 [Höhenlagen] bis 30 [weiter im Tal]
Pflückungen; die 3 wichtigsten sind first flush im Frühjahr,
second flush als 2. Pflückung sowie die Herbsternte [autumnal].
Eine Pflückerin schafft mindestens 15 kg Blätter am Tag.
Männer findet man traditionell nicht auf den Plantagen,
sondern in den Teefabriken. Auf großen Plantagen wird auch
maschinell geerntet - die Teequalität ist entsprechend
geringer, da man auch ältere Blätter erfasst. |
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Welken Dann muss die Ernte für 12 bis 18 Stunden
auf Gittern zum Welken ausgebreitet werden. Dazu wird
teilweise durch Ventilatoren erwärmte Luft durch die
Welkträge geblasen. Die Welktröge sind 30 Meter lang. So
werden die Blätter geschmeidig für die Weiterverarbeitung. In
den Teefabriken arbeiten meist keine Frauen. Früher breitete
man dafür die Blätter in der Sonne aus. Das ist jedoch heute
viel zu langwierig. |
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Rollen Durch das maschinelle Rollen [30 min] der angewelkten
Blätter tritt infolge des Aufreißens der Zellwände und ihrem Platzen der Zellsaft
aus dem Zellinnern aus. Enzyme werden frei und Sauerstoff kann hinzu treten.
Damit kann die Fermentation beginnen. Je nach Länge und Stärke
des Rollvorganges entstehen auch verschiedene Blattgrade, die
später sortiert werden. |
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Fermentieren Die natürliche Oxidation setzt
beim Fermentieren durch Luftsauerstoff ein. Dadurch erhält der
Tee eine kupferrote Farbe und es entwickelt sich sein
typisches Aroma. Das dauert 2-3
Stunden. Der Tee wird dazu 10 cm hoch aufgeschichtet. Der
Prozess läuft bei einer Luftfeuchtigkeit von 95% ab [Wasser
wird in die Luft gesprüht]. Frei gewordene Enzyme aus den
Blättern oxidieren und vergären das Material. [Fermentation
tritt z.B. auch auf, wenn ein halbierter Apfel an der
Schnittfläche braun wird.] |
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Trocknen Sobald Farbe, Duft und Aroma des Tees
stimmen, trocknet man ihn mit
Heißluft [anfänglich 90°C, dann abfallend bis 40°C] in Trommeln. Der
Feuchtigkeitsgehalt beträgt danach nur noch 6%. Die Wärme
bewirkt, dass die Blattenzyme zerstört werden und dadurch die
Fermentation beendet ist. Die Blätter trocknen 20 min
[Feuchtigkeitsentzug] meist in öl- oder holzbeheizten
Trocknern mit einem maschinellen Endlosband. Die Zellsäfte
erstarren und haften so am Blatt, bis das Aroma durch den
Aufguss wieder frei gegeben wird. |
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Sortieren Durch Aussieben [mechanische Rüttelsiebe] werden die verschiedenen Blattqualitäten getrennt. Die Maschengröße wird nach jedem Durchgang kleiner.
So bleiben im 1. Sieb die groben Blatt-Tees, im 2. die groben
Broken-Tees usw. Man trennt ca. 5-10 Sortierungen
[Blattgrade]. Dieses Sortieren kann auch elektrostatisch erfolgen.
Bei Blatt-Tees erkennt man die Blattstrukturen noch. Sie sind
sehr hochwertig und machen nur 2% der Produktion aus. Der Rest
sind Broken-Tees und Teestaub. |
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Verpacken Dann wir der Tee noch gemischt ["blends"],
die Qualität geprüft, verkostet sowie letztendlich in Kisten verpackt und meist so
exportiert.
Frauen aus Sri Lanka flechten zusätzlich attraktive Palmblattkörbchen als Verpackung für viele Ceylon-Tees.
Dadurch erhalten Sie ein finanzielles Zubrot und lernen
nebenbei Lesen und Schreiben. |
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FAIRER TEEHANDEL |
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Von fairem Teehandel profitieren alle. Die ProduzentInnen erhalten einen gerechten Land und wir trinken Tees der Spitzenklasse. |
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Fairer Teehandel ermöglicht bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für die Teepflückerinnen und Teearbeiter [gerechte Bezahlung, Entwicklungsprojekte, Kleinstkredite etc.] |
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Herkunft GEPA Tees stammen aus biologischem Anbau in Darjeeling, Assam und Sri Lanka
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TEE SEITE 3 |
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Lernen Sie Blattgrade, Teequalitäten und -sorten sowie weitere Fachbegriffe kennen. |
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TEEBLÄTTER |
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Teepflanze: Jedes Blatt hat einen Namen ... |
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Gepflückt werden Two Leaves And The Bud, also die Blattknospe und die ersten beiden zarten Blättchen. |
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BLATTGRADE |
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Blattgrade und ihre Abkürzungen ... |
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Die Teilchengröße nimmt in unserer
folgenden Auflistung von oben nach unten hin ab. |
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BLATT-TEES |
FTGFOP1 |
Finest Tippy
Golden Flowery Orange Pekoe 1 [die 1 benennt die beste
Aussiebung des Blattgrades]
kleine Blattspitzenpartikel erkennbar; dünnes Blatt, wenig
Gerbstoffe; aromatisch, vollmundig und fein schmeckend |
TGFOP |
Tippy Golden Flowery
Orange Pekoe |
GFOP |
Golden Flowery
Orange Pekoe |
FOP |
Flowery Orange
Pekoe |
OP |
Orange Pekoe [langes, drahtiges Blatt] |
P |
Pekoe [mehr
Blattrippen] |
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BROKEN-TEES |
TGFBOP |
Tippy Golden
Flowery Broken Orange Pekoe
feinaromatischer Tee; sauberes, gut gerolltes Blatt |
TGBOP |
Tippy Golden Broken
Orange Pekoe |
GFBOP |
Golden
Flowery Broken Orange Pekoe |
GBOP |
Golden Broken
Orange Pekoe |
FBOP |
Flowery Broken
Orange Pekoe |
BOP |
Broken Orange Pekoe [kräftig, wenig blumig] |
BP |
Broken Pekoe |
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FANNINGS und DUST |
GOF, GF |
Golden Orange
Fannings bzw. Golden Fannings |
FOF |
Flowery Orange
Fannings |
BOPF, PF |
Broken Orange
Pekoe Fannings bzw. Pekoe Fannings |
PD |
Pekoe Dust
[Teestaub] |
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Hinweis Über
den guten Teegeschmack entscheidet übrigens aber
weniger der Blattgrad, als vielmehr das Anbaugebiet! |
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FACHBEGRIFFE |
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Vielleicht haben Sie sich schon einmal über eigenartige
Bemerkungen auf Teeverpackungen wie Broken Orange Pekoe o.ä.
gewundert. Das hat eigentlich nichts mit Orangen zu tun. Hier
erfahren Sie mehr darüber. |
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TEEBEGRIFFE |
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Infolge historischer Hintergründe verwendet man in der
Welt des Tees eine Menge von Fachbegriffen mit
englischem oder niederländischem Ursprung. Nachfolgend
eine kleine Auswahl [in eckigen Klammern
auch die mögliche Abkürzung] |
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Begriff |
Informationen |
Orange [O] |
nach holländisch
"Oranje" [= königlich] |
Blend |
Mischung [hier von
verschiedenen Teesorten] |
Dust |
Teestaub [letzte
Aussiebung] |
Fannings |
Teesortierung, die meist nur Blattstängel und kleinste
Teilchen enthält |
Flowery [F] |
aus dem Englischen
und bedeutet blumig [blumiges Aroma]; meist jüngstes Blatt
[d.h. die Blattknospe] |
Golden [G] |
goldbraune Spitze der Blätter [meist der Knospe] |
Tips |
Blattspitzen [Tippy:
braune Teilchen der Blattspitzen im Tee erkennbar; abgekürzt
T; Blattspitzen haben wenig Zellsaft und werden so beim
Fermentieren kaum dunkel] |
Pekoe [P] |
ursprünglich: aus dem Chinesischen und bedeutet weißer Flaum;
übertragen: Blattgrad; ansonsten das 3. Blatt |
High-grown |
Hochland-Tee |
Medium-grown |
Tee aus mittleren
Höhenlagen |
Broken Tea [B] |
gebrochener,
kleinblättriger Tee
[Blattstrukturen sind nicht mehr im Detail erkennbar] |
Semi-leaf Tea |
Halbblatt-Tee [liegt zwischen OP und BOP] |
First Flush |
erste Ernte im
Frühjahr; besonders hochwertige Tees mit bis zu 300 Euro pro
kg; sehr aromatischer, grünlicher Aufguss |
Second Flush |
2. Teeernte; kräftiger Tee, besonders haltbar |
Autumnal, Autumn |
Herbsternte;
feines Aroma, helle Tasse und sehr delikat |
Souchong |
chinesische Bezeichnung für gröbste Teesorten |
Regentee |
Tee, der in der
Monsunzeit im August geerntet wird [bread-and-butter-tea;
wenig ausdrucksstark] |
weißer Tee |
chinesischer Schwarztee mit besonders stark silbrig behaarten
Triebspitzen |
Earl Grey |
Schwarztee
aromatisiert mit Bergamotteöl [eine Zitrusfrucht] |
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Flowery Orange Pekoe [FOP] bedeutet also: Die mit weißem Flaum besetzten Spitzen junger Blätter
bzw. der Blattknospen, die in der entsprechenden
Teequalität noch erkennbar sind. |
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ANBAUREGION |
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Anbaugebiete erkennen ... |
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Zudem können Sie auf den Teeverpackungen Angaben zum Anbaugebiet entnehmen. Hier Beispiele ... |
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Bezeichnungen wie Assam, Darjeeling, Darjeeling Samabeong oder Ambootia,
Sikkim, Dooars
etc. [genannte alle in Indien] charakterisieren das jeweilige
Herkunftsgebiet der Tees. Darjeeling-Tees sind sehr hochwertig,
da sie aus hochgelegenen Regionen Nordindiens kommen. Ceylon-Tee
stammt aus Sri Lanka. Hochwertige Grüntees stammen oft
aus Japan, während fast genauso gut schmeckende aus China viel billiger zu haben sind. |
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TEE SEITE 4 |
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Geschichten über das Leben der Teepflückerinnen und Teearbeiter; faire Teeproduktion in Sri Lanka. |
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BIOTEE AUS SRI LANKA |
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Eine ganze Reihe fair gehandelter Bio-Tees im Eine Welt Laden kommt aus Sri lanka ... |
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Ein Beispiel Die Idulgashena Biotee-Plantage in der Uva-Region im Hochland Sri Lankas
ist sozusagen die "Mutter aller Biotees". Seit 1987 wird dort Tee
aus anerkannt ökologischem Landbau produziert. Die Fairhandelsorganisation GEPA schuf gemeinsam mit ihrem
Handelspartner Stassen Natural Foods zugleich auch ein Modell für
vorbildliche soziale Entwicklung. |
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Es entstanden so durch den fairen Handel u.a. 6
Kinderkrippen, 2 Vorschulen, ein soziales Entwicklungszentrum, eine
Leihbücherei, eine Bank sowie umfassende Gesundheitsdienste und
Fortbildungsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene. Zwei
weiterführende Schulen wurden mit Hilfe des Bioteeprojektes
renoviert und so ausgestattet, dass den Schülern nun ein
hochqualifiziertes Lernangebot ermöglicht wird [denn nur umfassende
Bildung ermöglicht die Befreiung von der Ausbeutung durch die
westlichen Monopole sowie eine umfassende Entwicklung]. Auf
Indulgashena wurde außerdem ein großes Gemeinschaftszentrum gebaut.
Für die Arbeiterinnen und Arbeiter entstanden 300 Toiletten und
viele Wohnungen konnten umfassend renoviert werden.
Teearbeiterfamilien wurden erstmals Eigentümer von kleinen Wohnungen
und Grundstücken. Viele Siedlungen entstanden so bereits am Rande
der Teegärten; jede Familie verfügt über 2 Zimmer, Küche und Bad und
einen kleinen Garten. |
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An den anstehenden Entscheidungen, Planungen in
der Kooperative sind die Arbeiter[innen] umfassend beteiligt. Der
gemeinsame Austausch zwischen Tamilen und Singhalesen, zwischen
Christen, Hindus, Muslimen und Buddhisten ist ein wichtiger Aspekt
des Entwicklungsprojekts. |
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Und noch ein Beispiel Eines
der erfolgreichsten Projekte ist das Dambadeniya
Dorfentwicklungsprojekt, in dem die handgeflochtenen
Palmblattkörbchen für die Verpackung vieler GEPA-Tees aus Sri Lanka
hergestellt werden. In diesem ländlichen Gebiet von 240
Quadratkilometern und mit rund 120.000 Einwohnern im Westen des
Landes entstanden so über 1500 Arbeitsplätze zur Herstellung der
Körbchen in etwa 100 Produktionsgemeinschaften sowie viele weitere
Einkommensquellen im Anbau von Gräsern und Palmblättern. Die
Lebensverhältnisse wurden so nachhaltig verbessert und neue
Betätigungsfelder für Elektriker, Schreiner, Maurer etc. geschaffen.
Gleichzeitig entstanden verbesserte Wohnungen, Dorfläden,
Schneiderwerkstätten u.a. |
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FAIRER TEEHANDEL |
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fairer Teehandel es entfallen Kosten für
Zwischenhändler und Makler, da Direktbezug von
Plantage/Kooperative durch GEPA, El Puente u.a. |
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Vorteile des fairen Teehandels Festpreis-Abnahme;
kostendeckender Einkaufspreis; gerechter Lohn; Mehrpreis für Sozial-
und Entwicklungsaufgaben [1,30 € je kg]; Zahlung eines
Aufpreises für ökologischen Teeanbau [0,30 € je kg];
Verarbeitung und Verpackung meist direkt im
Erzeugerland [zusätzliche Arbeitsplätze]; Förderung
der Gleichberechtigung von Frau und Mann etc. Weitere Vorteile
sehen Sie auch auf den Seiten Prinzipien des fairen Handels sowie zu den Fairhandelsgesellschaften. |
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TEEPFLÜCKERINNEN |
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Das Leben vor allem der Teepflückerinnen ist
von schwerer körperlicher Arbeit von früh bis spät an aufgeweichten
Berghängen in oft feuchtkühler Luft, kärglichem Auskommen, schlechte
Lebensbedingungen und viel Entbehrung geprägt. In Teekooperativen
mit fairem Handel hingegen gibt es spürbare Verbesserungen für die
Frauen und ihre Familien. |
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EINE GESCHICHTE |
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Eine kleine Teegeschichte ... |
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Sri Lanka ist der drittgrößte
Teeproduzent der Welt. |
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Aus dem Leben einer Teepflückerin Die 17-jährige Pushapawati aus Sri Lanka berichtet: ... |
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"Ich finde die Plantagenarbeit
schrecklich, aber gleichzeitig bin ich froh, überhaupt Arbeit zu
haben", bemerkt Pushapawati. "Während der Regenzeit, die etwa 4 Monate
dauert, hängt der Bastkorb, in den wir den Tee pflücken, wie eine
Zentnerlast am Kopf, denn die Blätter sind feucht und deshalb sehr
schwer. Wir kommen jeden Abend durchnässt nach Hause. Über Nacht am
Feuer trocknet die Kleidung nicht richtig, alles ist klamm. Doch in
der heißen Trockenperiode ist es nicht viel besser. Die stechende
Sonne verursacht Kopfschmerzen, die Haut wird rissig. Sieh dir meine
Mutter an, sie ist erst vierzig Jahre alt, aber sieht aus wie
sechzig", sagt sie. |
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"In dieser Zeit wächst weniger Tee, das bedeutet, dass
wir schneller pflücken müssen, um das Tagessoll zu erreichen. Die Arbeit
bleibt unendlich monoton. An unseren Barackenunterkünften hat sich trotz
Streiks nichts geändert und es gibt immer noch keine richtige Krankenstation
bei uns, obwohl einige Tausend Menschen hier leben." Befragt nach dem
Tagesablauf sagt sie: "Sie doch meine Mutter, sie steht jeden Tag gegen halb
fünf auf, schleppt Wasser von der Wasserstelle heran, macht Feuer und
bereitet das Frühstück. Tagaus, tagein immer dasselbe: Roti (gebackene
Mehlfladen) mit etwas scharfer Soße und Tee. Eigentlich trinken wir alle
viel lieber Tee mit Zucker, doch den gibt es nur an Festtagen, er ist viel
zu teuer. Meist helfe ich meiner Mutter morgens. Aber meine beiden Brüder
und mein Vater stehen erst um sechs Uhr auf. Dann gehen sie in die Teefelder
und erledigen dort ihr Morgengeschäft. Wir Frauen müssen das im Dunkeln tun,
denn niemand darf uns sehen. Noch vor 7 Uhr gehen meine Mutter und ich zur
Arbeit, wir pflücken zusammen. Zum Glück haben wir einen netten Aufseher.
Der alte war eklig und hatte uns ständig schikaniert. Oft sind die
Anmarschwege zur Plantage länger als eine halbe Stunde. Frauen, die kleine
Kinder haben, müssen dann in der Mittagspause zur Kinderkrippe hetzen und
ihre Kinder füttern und dann wieder auf die Plantage jagen. Gegen fünf Uhr
nachmittags ist die Arbeit zu Ende, auf dem Heimweg sammeln wir meist noch
Feuerholz. Manchmal geht auch mein Vater, denn die Männer arbeiten nur bis 2
Uhr mittags. Aber oft trifft er sich mit anderen an einem kleinen Laden. Sie
stehen, reden und sehen jedem Fahrzeug nach. Wir nehmen nach der Arbeit ein
Bad aus der Regentonne vor der Tür und fegen Wohnraum und Küchenanbau aus.
Manchmal müssen wir noch Wäsche waschen, aber eigentlich machen wir das am
Sonntag. Zum Abendessen gibt es etwas besseres: Reis mit ein wenig Gemüse
und etwas Trockenfisch. Meist essen wir erst vor dem Schlafengehen, denn es
ist ein so gutes Gefühl mit vollem Bauch einzuschlafen." |
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[frei nach B. Merzenich/A. Imfeld: Tee -
Gewohnheit und Konsequenz, Edition diá, 1986] |
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TEE SEITE 5 |
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Rezepte und anderes Unterhaltsames aus der Welt des Tees finden Sie hier. |
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TEEZUBEREITUNG |
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So machen Sie es richtig ... |
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Schwarztee mit
kochendem Wasser aufgießen, dann 5 min ziehen lassen =
beruhigend
bzw. nur 3 min ziehen lassen = anregend |
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Grüntee mit
70 bis 80 Grad heißem Wasser übergießen [sonst wir er
bitter] und etwa 3 bis 5 min ziehen
lassen [und Kenner genießen erst den 2. Aufguss] |
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Teebeutel Übrigens
ist es ein Irrtum, dass Teebeutel schlechte Qualitäten
enthalten würden. Im Gegenteil! Lediglich der
verwendete Blattgrad ist kleiner. |
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Teegenuss Außerdem
hängt der Teegeschmack kaum vom Blattgrad, sondern
vielmehr von Anbaugebiet, Erntezeit, Zubereitung,
Menge etc. ab. |
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Teelagerung Bewahren
Sie den Tee in der Originalverpackung auf, welche Sie
in einen luftdicht schließenden Behälter stecken. |
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Wasserhärte Oberhalb
10 Grad deutscher Härte müssen sie ggf. die Teemenge
etwas erhöhen bzw. das Wasser vorher aufbereiten. Die
Wasserqualität insgesamt beeinflusst entscheidend den
Teegeschmack. |
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Tee mit Milch ist hingegen nicht zu empfehlen.
Die gefäßschützenden Eigenschaften u.a. Wirkungen
gehen durch Milchkaseine vollständig verloren. Daher
wirkt bei den Briten der mannigfaltige Teegenuss kaum
positiv auf das Herz-Kreislauf-System. |
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Übrigens erhalten Sie in unserem Weltladen auch
Teebeutel und -halter, die Sie selbst mit Schwarztee,
Grüntee oder auch Früchtetee befüllen können. Aber das
traditionelle Teesieb tut's natürlich auch. |
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TEEWELTEN |
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Andere Länder, andere Bräuche. Zwar ist die
grundsätzliche Zubereitung von Schwarztee oder Grüntee meist gleich,
doch sonstige Zusätze oder landestypische Zeremonien variieren oft
stark. |
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Tee ist auch ein traditionelles Heilmittel bei
Magen- und Darmerkrankungen. Er senkt das Herzinfarktrisiko, den
Blutdruck und den Cholesterinspiegel. Dabei ist Grüntee [wegen der
schonenderen Verarbeitung] noch gesünder. |
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TEEBRÄUCHE |
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Teegenuss hier und anderswo... |
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echter indischer Tee 1
L Milch, 1/2 L Wasser, 1/2 TL Zimt, 2 EL Zucker und 1
Prise Ingwer werden gemischt und aufgekocht. Dann 2 EL
Schwarztee dazugeben und 3 min ziehen lassen, nochmals
aufkochen und durch ein Sieb gießen. Lecker! |
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Tee in Arabien Muslime
genießen ihren schwarzen Tee häufig mit [mehr oder
weniger vielen] Pfefferminzblättern und häufig sehr
kräftig sowie süß. Tolle Idee zum Ausprobieren! |
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Teeziegel in China Traditionell
verpresst man schwarzen Tee auch zu Teeziegeln [Bild
weiter unten]. Davon wird dann ein Stück abgebrochen,
um Tee zu kochen. |
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Tee in Ostfriesland Die
ostfriesische Teemischung enthält häufig viel
kräftigem und würzigem Assam-Tee der 2. Ernte [second
flush]. Seit 300 Jahren trinken die Ostfriesen
leidenschaftlich Tee. Der gezogene Tee wird auf weißen
Kandis [Kluntje] gegossen und ein Löffel frische Sahne
auf die Teeoberfläche gelegt. Unbedingt nicht
umrühren, sondern schichtenweise genießen! |
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Tee in Russland Durch
die Landtransporte von Tee aus China nach Europa kam
der Tee auch zwangsläufig nach Russland. Die erste
Nachricht darüber stammt aus dem Jahre 1567. |
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Teezeremonie in Japan Drei Löffel Teestaub
[Grüntee] werden in eine Schale
geschüttet und drei Kellen kochenden Wassers darüber gegossen. Ein paar
Tropfen eines Ginsengbranntweines kommen dazu. Mit einem Teebesen [handgeschnitzt
aus Bambus] wird das
ganz so lange gerührt und geschlagen, bis eine dicke
Schaumschicht entsteht. Die Schale geht mit bestimmten Ritualen nun von Hand zu
Hand [zuerst der Hauptgast] und man trinkt zwei Schluck. |
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TEE SEITE 6 |
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Und hier noch einige Tipps, Hinweise und Zusatzinformationen. |
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DOWNLOADS |
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Wir bieten für Weltladenleute, LehrerInnen und Schüler
sowie alle anderen Interessierten unsere Materialien zu Tee zum Download an
[PDF-Dateien, gepackt in ZIP-Archiven; erfordern unter
Windows
meist ein Leseprogramm wie den kostenlosen Adobe Reader, den
Sie auch unentgeltlich unter adobe.de erhalten]. Um
die ZIP-Archive nach dem Download auf Ihren Rechner zu entpacken,
benötigen Sie unter Windows eventuell ein zusätzliches Programm [WinZip,
StuffItExpander etc.], das Sie ebenfalls kostenlos im Internet
beziehen können. Am Mac benötigt man meist keine Zusatzprogramme.
Die PDF-Dateien im ZIP-Archiv sind optimiert (d.h. komprimiert). Für den Normalgebrauch z.B. im Unterrichtsalltag sind diese ausreichend. Wenn Sie PDF-Dokumente in noch höherer Qualität benötigen, so mailen Sie uns bitte.
Klicken Sie die Dokumente links an [bei Windows neues Fenster;
Downloaddialog öffnet sich je nach System] oder laden Sie sich die
Datei per Rechtsklick auf Ihre Festplatte. Die Materialien eignen
sich für Kurzvorträge, als Basis für Projekte oder als Grundlage zur Vorbereitung Ihres
Unterrichts. |
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Teeinfo Mac
Teeinfo Windows |
| Teeinformationen [ZIP Archiv 4,3 MB] > 11 PDF Dokumente mit Informationen > Koffein [116 kB], Teebilder [420 kB], Fairer Handel [144 kB], Tee Info [2,6 MB], Teelexikon [152 kB], Teepflanze Arbeitsblatt [146 kB], Tee Quiz [156 kB], Quiz Lösungen [124 kB], Teeweg [148 kB], Teebräuche [136 kB], Teehandel [132 kB]; Downloadzeit ca.
5 min analog oder maximal 30 sec per DSL |
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Probieren Sie dabei unbedingt einmal das kleine Quiz
zu lösen. |
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MEHR INFORMATIONEN |
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Mehr zu Tee auf unserer Homepage ... |
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Für Schüler Beachten Sie bitte, dass wir mit Schulklassen,
Jugend- und Erwachsenengruppen auch ein Teeprojekt [Homepageteil Projekte]
durchführen, wo die Teilnehmer u.a. auch selbst Tees
verkosten können. |
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Thema Zucker Besuchen
Sie vielleicht auch unsere speziellen Informationen zum Thema Zucker. Denn ohne diesen wäre manche Schokolade wohl nur halb so lecker. |
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Fairtrade Auf unserer Homepage finden Sie übrigens auch Beiträge
über die verschiedenen Fairhandelsgesellschaften, die den gerechten Handel u.a.
mit Tee z.B. über die Eine Welt Läden ermöglichen und welche Prinzipien für den fairen
Handel mit den Kooperativen gelten. In unserem Eine Welt Laden informieren wir Sie gern noch ausführlicher dazu. |
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TIPPS |
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Aus fairem Handel Im Homepageteil Waren können Sie sich auch über das Teeangebot in unserem Eine Welt Laden informieren. Außerdem erfahren Sie auf Wunsch noch weiteres Interessantes zum Thema und erhalten Faltblätter sowie Kochrezepte direkt bei uns im Laden. |
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Tee in unserem Weltladen Wir führen ein umfangreiches
Sortiment verschiedenster Schwarztees und Grüntees aus
fairem Handel [erkennbar am Fairtrade-Siegel]. Sie erhalten naturbelassene sowie
aromatisierte Sorten. Die Herkunftsländer sind z.B.
Indien, Sri Lanka, Nepal oder Tanzania. Einige davon
bekommen Sie bei uns in dekorativen Verpackungen wie z.B.
Palmblattkörbchen oder bestickten Stoffbeuteln. Die meisten Tees
tragen zudem das Bio-Siegel. Schauen Sie doch mal bei uns hinein! |
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